Leben bedeutet unterwegs zu sein - nicht möglichst schnell anzukommen!
Leben bedeutet unterwegs zu sein - nicht möglichst schnell anzukommen!

02.08.2019 Letzter Fahrtag - auf neuen Pfaden

Der letzte Fahrtag startet mit Regen, so haben wir die Regenkombi wenigstens nicht umsonst mitgenommen.

Wir wollen noch eine Runde südlich von Osh drehen, über zwei Pässe, eine Strecke die auch für unseren Guide neu ist

Mal durch enge Schluchten, mal durch kleine Siedlungen schrauben wir uns wieder in die Höhe.

Auf halber Strecke fehlt ein Stück Strasse...

...und der Versuch querfeldein eine Route zu finden bietet nur den versierten Motorradfahrern ein weiterkommen. Die Autos hätten keine Chance.

Auch der Versuch über die höher gelegene Kohlemiene weiterzukommen scheitert. Wie wir später erfahren wurde die Miene an chinesische Investoren verkauft, die kein Interesse daran haben anderen Verkehr als den eigenen auf der teils sehr engen Piste zu haben. Entsprechend rücksichtslos begegnen uns einige der LKW. Am Ende drehen wir gemeinsam um, ein bisschen ernüchtert aber keineswegs enttäuscht.

Bei einer letzten Pause werden wir wiedereinmal umringt von Kindern

..die neugierig sind...

...und sich besonders freuen,  wenn die tapferen unter ihnen sich trauen aufs Motorrad zu steigen.

01.08.2019 Nach Osh

Viele Kilometer fahren wir am nächsten Morgen entlang schneebedeckter Berge

Wir verlassen die grosse Höhe und erreichen am späten Nachmittag das Hotel in Osh, wo wir uns über die Dusche freuen.

31.07.2019 Über den Al Baiktal Pass zurück nach Kirgisistan und zum Peak Lenin

Es geht weiter auf der M41 - dem Pamir Highway. Schon bald nachdem wir Murgab verlassen haben erreichen wir den Al Baiktal Pass, den mit 4.655m üM höchsten Punkt unserer Reise. Die Luft ist dünn und wir sind froh nicht auf dieser Höhe zu übernachten.

Wir fahren durch spektakuläre Landschaften. ..

...einige Kilometer entlang des Grenzzaunes zu China...

..und erreichen bald die Grenze nach Kirgisistan. Die Ausreise geht wie immer zügiger...

Die Ausfuhr ist verboten daher liegen die Geweihe an der Grenzstation

Während wir auf die Einreise warten geben uns die Murmeltiere ein Pfeifkonzert

Doch nach gut 3,5 Stunden sind wir durch die auf 4.300m Höhe liegende Grenze und sind wieder in Kirgisistan.

Noch gut 100km und wir erreichen unser Jurtencamp am Peak Lenin, der seine Spitze in den Wolken verbirgt.

Es wird nachts empfindlich kalt und so sind wir froh, dass der Kohleofen befeuert wird.

Abendstimmung am Peak Lenin

Am nächsten Morgen ist keine Wolke am Himmel und wir haben freie Sicht auf den 7.000er. Manch einer musste 5 mal herkommen für diesen Anblick.

30.07.2019 Murgab

Am nächsten Morgen verlassen wir Bulunkul gewohnt früh und schon nach kurzer Zeit erwarten uns aussergewöhnliche Aussichten.

Kleiner Geysir

Am frühen Nachmittag erreichen wir Murgab. An der Tankstelle diesmal eine Zapfpistole aber kein Zählwerk, also doch wieder der Messbecher...

Wir schlendern noch kurz über den Markt (es wird aus Containern heraus verkauft), aber Hitze und Höhe machen uns zu schaffen.

In der Unterkunft gibt es zwar keine Dusche aber eine Banja. Man mischt sich heisses Wasser aus dem Kohleofen nach belieben mit kaltem und schöpft es dann aus dem Bottich. Auch nicht schlecht...

Zum Abendessen wird das Brot selbst gebacken. 

29.07.2019 Bulunkul

Bevor es weitergeht fahren wir noch an der Festungsruine Yamchun vorbei, hier soll schon Marco Polo durchgekommen sein

Dann auch gleich die erste Panne des Tages..die Batterie von Mireille's Motorrad hat sich am Vortag wohl losgerüttelt. Nichts was nicht mit ein paar Kabelbindern behoben werden kann.

An der Tankstelle gibt es heute kein Benzin

Dafür aber am nahegelegenen Tankwagen...in den Kanister...in den Messbecher....in den Motorradtank...

Wir fahren noch ein Stück am Panj entlang als wir auf Afghanischer Seite ein paar freilaufende Kamele entdecken.

Kurz darauf verlassen wir den Fluss denn jetzt geht es hinauf auf die Pamir Hochebene. Die nächsten Tage werden wir nicht mehr unter 3.200m kommen.

Suchbild

Die Grenzregion ist Sonderzone und so passieren wir erneut einen Kontrollposten

Die Schatten werden schon etwas länger als wir am Nachmittag in Bulunkul -unserem Tagesziel- eintreffen.

Es gilt als der kälteste Ort Tadschikistans, im letzten Winter wurden an der örtlichen Wetterstation -61 Grad Celsius  (einundsechszig!!!) gemessen.

Klar das da jede Menge Viehdung als Brennmatetial gesammelt wird.

Druckversion Druckversion | Sitemap
Diese Homepage wurde mit dem 1&1 Homepage-Baukasten und viel Spass erstellt.