Leben bedeutet unterwegs zu sein - nicht möglichst schnell anzukommen!
Leben bedeutet unterwegs zu sein - nicht möglichst schnell anzukommen!

California (25.07.2009)

Before we left the US we took the opportunity to stay some days with Rick who invited us to come to his house in Camarillo (about) 50 km north-east of Los Angeles. We met Rick, his brother Nick and Jim on the Dalton Hwy. in Alaska. Incidentally Nick stayed at Rick's house when we arrived and we were happy to meet him again as well.
Beside enjoying the time with Rick we urgently needed to maintain the motorcycles. The last oil change was long ago (not in days - but in distance) and the sprockets (specially the rear) were absolutely done...

Nevada & Utah (21.07.2009)

Obwohl die Motorradhaftpflicht für die USA am 25. Juli abläuft entschliessen wir uns nach den Redwoods zu einem "Abstecher" ins Landsinnere. Wir wollen in den Arches Nationalpark - immerhin eine Strecke von fast 3.000 km bis wir wieder an der Küste sein werden - bummeln ist da nicht und so geht es auf schnellen Strassen gen Osten.

Auf dem Hwy 36 durch den Lassen NP, durch Reno hindurch, geht's zum Hwy 50
Wie verlassen dieser Hwy ist sollte sich bald zeigen...es geht durch die Sierra Nevada
Die Sonne brennt gnadenlos und treibt das Thermometer gen 40 Grad. Wenn wir zu diesem Zeitpunkt gewusst hätten, dass das der Auftakt zu einer Hitzewelle ist, wären wir wahrscheinlich zur Küste zurückgekehrt.
Endlich, nach 200 Kilometern erscheinen die Berge in denen sich der erste Ort - Austin - verstecken soll.
Kalte Getränke - statt lauwarmem Wasser...

Nach weiteren 250 km und insgesamt 9 überwundenen Pässen erreichen wir am frühen Abend Ely.
Vom Regen haben wir leider nichts abbekommen...

Am nächsten Tag fahren wir immer noch auf dem Hwy 50. Jetzt allerdings in Utah, in einer anderen Zeitzone, und aufgrund der fehlenden Gebirgspässe ein wenig wärmer...

Die letzten 250 km der Strecke legen wir fast komplett auf der Interstate 70 zurück. Es bringt zwar nicht besonders viel Spass (eher gar keinen...), aber es gehts schnell voran.

Am Nachmittag erreichen wir die Zufahrt nach Moab.
Hier machen wir Quartier und fahren zum Sonnenuntergang in den Arches NP
Balancing Rock
Wie die Hauswand einer Filmkulisse...nur um ein vielfaches höher!
Als wenn der Himmel brennt
Double Arch - 2 der über 2.000 Steinbögen
Auf dem Hwy 24 gehts wieder gen Westen. Es scheint jeden Tag um 2 Grad wärmer zu werden.
Wir kommen durch den Capitol Reef NP zu den Gran Staircase Escalante. Die zusätzlichen Höhenmeter mildern die Temperaturen ein wenig.
Doch schon bald gibt es einen neuen Grund zum schwitzen - zumindest für Marcus...
Die Strasse fällt zu beiden Seiten tief ab....schöner Ausblick (meint Mireille...)
Nachdem wir einander immer wieder überholt haben halten wir gemeinsam mit Pat & Chuck (Bigdaddy) Rast, sie cruisen einige Zeit mit ihren Harleys durchs Land.

Mittags erreichen wir Bryce Canon NP...leider im grellen Licht der Mittagssonne.
Nur die ersten 3 der gut 25 Kilometer langen Strasse in den Park sind freigegeben, da am Tag zuvor ein Blitz einen Waldbrand entfacht hat.
Dennoch, was wir zu sehen bekommen ist mit Worten nicht zu beschreiben.

Kurz nachdem wir durch den Zion NP gekommen sind quartieren wir uns in einem Motel ein. Wir sind fertig, die Hitze, die Eindrücke, die Höhenunterschiede - wir sehnen uns nach einem Zimmer mit Aircondition.
Schatten, Wasser...

Am nächsten Morgen brechen wir früh nach Las Vegas auf. Es geht auf der Interstate 15 ans Kilometerfressen. Am späten vormittag sind es bereits 40 Grad und wir müssen jeden Rastplatz ansteuern, da die Motoren heisslaufen. Und das Wasser ist mittlerweile nicht mehr lauwarm sondern so heiss, dass wir uns die zunge verbrennen.
Glücklich erreichen wir nach rund 300 km unser Hotel am Las Vegas Blv.
Wenn schon in Vegas, dann auch in einem abgefahrenen Hotel nächtigen. Es ist eines der günstigesten Zimmer unserer bisherigen Reise. In Vegas kostet nur das zocken viel Geld.
Die Hotellobby.

Wir schlafen im 12 Stock in Zimmer 139.... und damit ungefähr auf halber Höhe. Wer nicht will bracht das Hotel nicht verlassen: Einkaufen, Theater, Musuem, Restaurant, Cafe's (alleine 3 Starbucks), eine Hochzeitschapel (ja auch die...), Pool und Spalandschaft und natürlich das Casino. Und trotzdem das grösste Hotel ist dies bei weitem nicht...
Trotz einer Temperatur von 45 Grad Celsiusus brechen wir auf Las Vegas zu erkunden. Direkt nebenan - das Excalibur
The Venitian - Kulissen wie in Venedig, Gondeln, Brücken, Nobelboutiquen. Selbst der Himmel ist künstlich...
Harley Cafe - ob wir mal mit unseren Susen vorfahren sollen ?
Es ist Mitternacht, die Strassen sind voll, es blinkt überall, es ist laut und die Temperaturen liegen bei 35 Grad...Celsius....

Las Vegas - sehenswert,aber was wir hier länger sollten wissen wir wirklich nicht. Morgens um 9:00 Uhr gehts es weiter - heute wird der Hitzerekord gebrochen. Mittags sind es 46 Grad. Die Luft ist so trocken, das wir nicht mit offenem Visir fahren können ohne das Mund und Nase sofort austrocknen. Auf den 240 Kilometern trinken wir jeder gut 5 Liter. An jeden Rastplatz nehmen wir uns einen grossen Becher voll Eis mit, den wir halb geschmolzen nach weiteren 30 Minuten Fahrt in den Nacken schütten. Die Autofahrer gucken uns nur verwirrt an - klar mit Klimaanlage im Auto würden uns die Temperaturen auch nichts ausmachen...

Nach dieser Etappe ist eines klar - unsere Überlegungen zu den "Moving Rocks" ins Death Valley zu fahren begraben wir. Auf derWebside des Death Valley NP sind für heute 124 Grad Fahrenheit erwartet - 56 Grad Celsius... Die Tour scheint was für den Winter zu sein...
Wir sind froh am nächsten Tag den Freeway verlassen zu können und folgen gut 50 km der legänderen Route 66. Es geht nach Camarillo an der Küste wo wir mit Rick verabredet sind, den wir in Alaska getroffen haben. Er hat uns eingeladen und wir müssen mal wieder einiges für unsere Susen tun... knapp 18.000 Kilometer hinterlassen ihre Spuren...

Avenue of the Giants (10.07.2009)

Paralell zum an der Pazifikküste entlang führenden Hwy 101 läuft im nördlichen Californien die Avenue of the Giants, eine 50 km lange Landstrasse durch mächtige Wälder von Redwoodbäumen.
Von einem Ranger bekommen wir den Tipp - einen Forstweg mitten durch den Wald
Diese bis zu 80 (!) m hohen Bäume leben in 3 Vegetationzonen. Unglaubliche mehr als 2000 Jahre alt sind die Ältesten unter ihnen.
Das ist doch mal ein Baumhaus...

Portland / Oregon (05.07.2009)

Crossing the Columbia River by this 5,5 km long bridge gets us to Orgeon. We are invited by Susan and Jim whom we met in Valdez, Alaska to stay a few days at their home in Portland.

Jim takes us on a sightseeing tour arround downtown Portland. In the Rosegarden it became obvious why Portland is also named as "Rose-city".
Several bridges across the Willamette River conecting both sides of Portland.
Many people used their boat to watch a blues festival at rivers edge.

A short drive with the motorcycles took us to the Columbia River Gorge. Parts of the old highway are still open and provide a fantastic area for a realxed drive. At about 38 degree C (97 F) the shadow was highly welcome.
Jim and Susan are members of the Steamwheeler Portland Museum and we were invited to join the party onboard celebrating July 4th. So we had best view to the fireworks shown on the river at 10pm.
Beside the sightseeing we also used the opportunity to do some maintainance and at BMW dealer in Beaverton we also found a second rear-tire beside the one we carried since Whitehorse.
Don't know what they think of their motorcycles....?

Olympic National Park (30.06.2009)

Takeing the ferry to Port Townsend was geeting us to the Hwy 101 alongside the pacific coast.
After short time we entered the Olympic National Park. This park incorporate several different landscapes.
From the snow-capped mountains at Hurricane Ridge....
...to the Hoh Rainforest.
Tree takeing ages to grown up to 80 Meter high.

But also the wildlife is awesome. Sometimes the animals getting much closer as one may think.
Beside the mountain and the forest some of the coast is part of the Park.
Sealion at La Push marina.
It must have been quite heavy storms takeing these giant tree to the coast.
After the very long days in Alaska and Canada we enjoy it's getting dark at night again. Especially if that comes with such a nice sunset after haveing a nice picnick at the Rialto beach.

Good bye Canada & Alaska (26.06.2009)

Mit vielen neuen Eindrücken verlassen wir Kanada durch den Fraser Canyon.
Wir haben in den vergangenen Wochen viele nette Menschen kennengelernt, Tiere in freier Natur bewundern dürfen und beeindruckende Landschaften gesehen. Und doch - es bleibt noch genug zu entdecken und so steht für uns schon jetzt fest: Genügend Gründe um nochmal herzukommen. Doch jetzt geht's erstmal gen Süden.

Muffler Shop (24.06.2009)

Bei der morgendlichen Abfahrkontrolle stellen wir einen gebrochenen Halter fest.
War wohl doch ein bisschen viel Wellblechpiste.... Da es im Ort keine Möglichkeit zur Reparatur gibt erstmal Kabelbinder drum und weiter. Gut 50 km später finden wir einen "Muffler Shop", dort können sie zwar kein Alu schweissen aber eine Stunde und eine Menge Klönschnack später haben wir 2 neue Halter - gleich einen für Mireille's Suse in Reserve, den der ist auch schon angebrochen. Allerdings war Mireille so schlau und hat rechtzeitig Ducktape drumgetüddelt.

Inside Passage (22.06.2009)

After changing front-tire in Whitehorse (as there were only one rear-tire avaiable we took it as spare) we continued towards Skagway. We hope to find a second tire in Prince George.
On our way to the harbor we found again one of these more exiting bridges...

After a one night stopover in Juneau (Capital of Alaska) we continue our travel through the Inside Passage, destiation Prince Rupert.
Beside Whales & Dolphins we also see Sealions
There are several stops on the way, as here in Petersburg. For godd reason it's named "Alaska Marine Highway" as those villages have no street connection.
No doubt who has its home here...

Kennicott (17.06.2009)

Über den Mc Carthy Hwy fahren wir zur abgelegenen, ehemaligen Kupfermine in Kennicott.
Zum Glück führt der Weg nicht über jede alte Brücke....
Knapp 5 KM vor Kennicott endet die Strasse an einer Fussgängerbrücke. An deranderen Seite warten Shuttlebusse um die Besucher über eine noch schlechtere Piste nach Kennicott zu bringen. Da die Brücke gerade breit genug für uns ist entschlissen wir uns dass Geld für den Shuttle zu sparen und fahren einfach weiter... Zwar werden wir etwas schräg angeguckt - sagen tut keiner was...
Die Mine
Ganze Arbeit wurde damals geleistet und die Gegend umgepflügt...
Auf dem abendlichen Campingplatz entschliessen wir uns unsere Vorräte in die vorgesehene Bärentonne zu schliessen...

Whittier / Valdez (16.06.2009)

Auf dem Weg zur Fähre in Whittier lauert der erste Tunnel, der es dann aber auch in sich hat. Er ist einspurig und eigentlich ein Eisenbahntunnel. Der Verkehr wird im Halbstundenrythmus einseitig freigegebenund Motorradfahrer werden am Ende der Kolonne reingeschickt mit 1-2 Minuten Abstand. Dann ist für ca. 3 Km Spur halten angesagt, denn man kommt besser nicht in die Bahnschienen...
Nach ca. 5 Stunden Fährfahrt bei traumhaftem Wetter durch den Prince William Sound...
...kommen wir in Valdez - am Ende der Alaska-Pipeline - an. Vielen dürften die Namen noch von der Havarie der Exxon Valdez 1988 geläufig sein. Von den Folgen der Ölpest hat sich die Region öberflächlig betrachtet erholt. Wie es im Meer aussieht bleibt uns verschlossen. Zumindest sehen Robben und Wale während der Überfahrt.

Anchorage (14.06.2009)

Nach gut 9.000km ist ein Oelwechsel überfällig. Der lokale Honda-, BMW-,und KTm-Dealer (alles unter einem Dach) verkauft uns zwar gerne das Öl, möchte den Wechsel an einer Fremdmarke nicht machen. Wir würdenden Wechsel ja selber machen wissen aber nicht wohin mit dem Altöl... Zufällig treffen wir hier aber auf 2 KTM bzw. BMW-Fahrer, die wir vor einigen Tagen auf demDalton Highway getroffen haben. Wir hatten uns zwar gegenseitig fotografiert, dann allerdings aus den Augen verloren. Sie wollten sich gerade Öl kaufen um den Wechsel dann bei einer befreundeten Autowerkstatt selber vorzunehmen - schwupps, schon hatten wir eine Lösung gefunden. Ausserdem wussten sie noch, wo wir Ölfilter für unsere Susen bekommen...die haben wir dann noch schnell auf dem Weg besorgt,...
...bevor es zum gemeinsamen Schrauben ging, dass vor lauter klönen natürlich deutlich länger gedauert hat als nötig.
Am nächsten Tag treffen wir Ingo, mit dem wir schon in Deutschland über Email Kontakt hatten. Er ist wir wirauf dem Weg von Nord- nach Südamerika. Da wir beim ersten Zusammentreffen auf dem Daltonhwy kaum Zeit hatten zum klönen verabreden wir uns beim Kaffee für abends zum Essen.

"The Haul Road" oder der Dalton Highway (12.06.2009)

Von Denali aus geht es nordwärts - bis zum Ende der Strasse. In Fairbanks haben wir nochmal Vorräte gebunkert; die Reservekanister gefüllt, und dann mit einer gehörigen Portion Respekt im Bauch in Richtung Polarmeer.

Im Vorfeld haben wir viele Kommentare zur Strasse und insbesondere zu den Truck-Fahrern gehört. Viele von ihnen sehen den Dalton Hwy. als "ihre" Strasse. Bis Mitte der Neunziger war diese Strasse für den öffentlichen Verkehr nicht freigegeben, sondern wurde nur zur Versorgung der Pipeline und der Ölfelder genutzt.

Noch heute lautet die erste der acht ofiziellen Regeln für den Dalton: "Big trucks have the right of way."
Auf den gut 860 km von Fairbanks nach Deadhorse durchfährt man unterschiedlichste Vegatationen
Meist geht es entlang der Transalaska Pipeline, deren Bau Mitte der Siebziger 3 Jahre gedauert hat; gut 70.000 Menschen waren beteiligt.
Nach gut 200 km überqueren wir den Polarkreis
Der grösste Teil der Strecke ist auch heute noch Schotterpiste. Da die Strasse das ganze Jahr über befahrbar sein muss sind permanent Baustellen an unterschiedlichen Abschnitten eingerichtet. Diese Passagen sind häufig am schwierigsten zu fahren, da tiefer Matsch herrscht. An trockenen Tagen - wie wir sie zum Glück erwischen - wird aus Tankwagen Wasser auf die Piste geschüttet um Staub zu vermeiden. So entsteht allerdings auch eine "schön" rutschige Pampe...
Nach etwas mehr als der Hälfte der Strecke führt der Atigun Pass (der höchste Pass Alaska's) über die Brooks Range.

Nach dem Pass befinden wir uns in der Tundra, Bäume sind von nun an nicht mehr zu finden.
Dafür immer wieder Caribou...
...und auch eine Herde Moschusochsen. Die sehen aus, wie aus der Eiszeit.
Nach 2 Tagen Fahrt erreichen wir Deadhorse, kein Ort aber ein Camp in dem im Sommer rund 5.000 und im Winter zwischen 7.000 und 10.000 Menschen arbeiten. Fast alle Arbeiten im Schichtrhytmus 14 Tage arbeiten - 14 Tage frei. Hier ist alles auf schweres Material ausgelegt und so beträgt das maximal zulässige Gewicht 110 to (!) - die Schotterpisten sind robust.
Touristen wie wir dürfen mit in den Camps (unseres hatte den netten Namen "Artic Caribou Inn") übernachten - gegen eine "kleine" Gebühr von 200 $ pro Nacht (selbstverständlich ohne Verpflegung...). Alternativen ? KEINE ! Ausser natürlich gleich wieder zurückfahren. Wir wollen aber am nächsten Tag ans Polarmeer und das geht aus Sicherheitsgründen (???) nur mittels zu buchender Tour. Zumindest haben wir das Glück eine Exclusivtour zu bekommen, da wir für heute die einzigen Gäste sind..
Der Blick auf das Polarmeer ist vielleicht nicht spektakulär, aber trotzdem irgendwie beeindruckend.

Wir haben Glück mit dem Wetter und erwischen wahrscheinlich die beiden besten Tage des Jahres. Dennoch sind es am Polarmeer bei strahend blauem Himmel kaum mehr als 0 Grad.
Um nicht noch eine Nacht in der teuren "Suite" buchen zu müssen geht'szum tanken und dann nichts wie los - auf den nächsten 400 km kommt nicht nur keine Tankstelle sondern auch keine vernünftige Möglichkeit zum Übernachten (weder Zeltplatz nochMotel o.ä.). Wegen der extremen Temperatruren im Winter sind die Säülen im Schuppen und nur die Zapfpistolen sind nach draussen gelegt.

Auch für die Rückfahrt nehmen wir uns wieder 2 Tage Zeit und machen auf halber Strecke Station in Wiseman, nachdem uns direkt am Pass deftiger Regen die Fahrt erschwert hat. Am nächsten Tag geht es zurück nach Fairbanks. Wow - was für ein Trip...

Top of the World Hwy nach Alaska (06.06.2009)

Über den "Top of the World" gehts nach Alaska. Das Grenzhäuschen wirkt eher verschlafen, der Grenzbeamte weniger. Irgendwie entsteht der Eindruck, wie sind heute die Ersten, die die Grenze passieren (und die Letzten ?)
Als erster "Ort" einige Meilen hinter der Grenze erwartet uns "Chicken". Wir haben keine rechte Lust weiterzufahren uns ein Abendbier im mittleren der 3 Gebäude von Downtown Chicken - dem Saloon.
ERLEGT !

Ab Delta Junction fahren wir vorbei an Proxon über den Denali Hwy. 200 Km Schotterpiste in schönster Landschaft, bis Mitte der 70iger Jahre die einzige Verbindung zum..
...Denali Nationalpark
So dicht sollte man einer Elchkuh eigentlich nicht kommen, diese hat sich aber beim Fressen nicht ablenken lassen...
Nachtrag: Gefunden in Dawson City...

Klondike Hwy / Dawson City (29.05.2009)

Bei Whitehorse haben wir den Alaska Hwy verlassen und fahren nun auf dem Klondike Hwy nach Dawson City - welch klangvolle Namen.
Five Fingers. In der Goldgräberzeit war u.a. die Flussenge mit ihrer starken Strömung dafür verantwortlich, dass die Reise von Dawson nach Whitehorsemit dem Steenboat flussaufwärts 4 Tage gedauert hat. In der Gegenrichtung ging es in 36 Stunden. Das alles natürlich nur im Sommer. Im Winter friert der Yukon trotz der starken Strömung zu, in Dawson ist die Eisdecke dieses Jahr am 8. Mai aufgebrochen. Hierüber wird seit über 100 Jahren Buch geführt. Daher dauerte die Reise früher im Winter auch schon mal 10 Tage..
Kurz vor Dawson City zweigt der Dempster Hwy. nach Inuvik ab. Wie es heisst eine der letzten WIRKLICHEN Herausforderungen. Nicht zuletzt die unstabile Wetterlage sorgt dafür, dass wir uns diese Herausforderung ( immerhin 700 km Schotter oneway) für später aufheben.
Dawson City, hierklingt schoin der Name nach Goldrausch. Von oben sieht das umliegende Land aus, wie einmal umgekrempelt. Der ganze Ort wird liebevoll erhalten und so werden die Gewinne des örtlichen Casino (natürlich mit Can-Can-Show) für den Erhalt der historischen Gebäude genutzt.
Eine kostenlose Fähre ist die einzige Möglichkeit über den Yukon zu kommen und von hier weiter nach Alaska zu fahren. Auf uns wartet der Top-of-the-World Highway.

The Alaska Highway (27.05.2009)

Rund 1.300 Km sind wir dem Alaska Hwy gefolgt.
Am Weg treffen wir auf Museen in denen die Geschichte um den Bau beschrieben wird.
Nicht unbequem, zumindest bei den heute herrschenden Temperaturen.
Immer wieder muessen Abschnitte der Strecke erneuert werden, denn die Frostschaeden sind teilweise erheblich. Von den schweren Trucks eingefahrene, tiefe Spurrillen machen es manchmal schwer voranzukommen und in dieser Baustelle hat es Marcus dann auch hingeschmissen - ausser reichlich Matsch zum Glueck nur den Koffer verbeult...

Auch die Bruecken stellen immer wieder besondere Anforderungen an die Aufmerksamkeit
Entweder weil der Belag aus Holz und damit bei Naesse sehr rutschig ist, oder
weil der "Belag" aus offenen Gitterrosten besteht. Faehrt sich mit Stollenreifen auch nicht so toll und man kann auch noch durchgucken.... nicht wirklich "jederMarcus"-Sache..

Immer wieder werden wir mit fantastischen Ausblicken belohnt
Trotz der gut 15-17 Grad wird das Eis noch einige Zeit brauchen, bis es aufgetaut ist.
Hier kann man seine Flaschenpost auf den Weg bringen. Nach links in den Pazifik oder nach rechts in den Atlantik.
400 km fuer ein Foto...auf Wunsch eines Einzelnen: Ein Abstecher auf dem Liard Hwy nach Fort Liard in den Northwest Territories.

Aufpassen muss man immer, nicht nur wegen der Schlagloecher, sondern auch die Tierwelt haelt einen in Atem
Besonders beeindruckend, diese freilebende Bisonherde. Gelegentlich treffen wir auf einzelne Tiere oder kleine Gruppen.
Die sehr grimmig dreinblickenden Tiere floessen uns mit ihren Hoernern und ihrer Groesse gehoerigen Respekt ein und so schleichen wir uns manchmal an den auf der Strasse stehenden Tieren im Windschatten eines Autos durch.
Der erste Grizzly - direkt an der Strasse. Zum Glueck hat er sich mehr fuer sein Futter als fuer uns interessiert. Nach eindringlichen Warnungen (auch von einheimischen Campern) haben wir uns nun auch mit "Bearspray" versorgt. Selbst Marcus konnte sich dem Hinweis, dass die Muttertiere momentan sehr aggressiv sein koennen nicht erwehren. Es ist die Zeit der Jungtiere und da nuetzt auch lautes Verhalten beim Wandern nur bedingt. Also, nun sind wir ausgestattet und hoffen halt es nicht zu brauchen.
Originalgroesse....

Vereinzelte "Monstermuecken" geben einen Vorgeschmack auf das was im Juli/August wartet.
Der "Schilderwald" in Watson Lake. Die letzte Zaehlung ergab ueber 62.000 (!) Schilder aus aller Welt (bei 1.600 Einwohnern). Und das alles nur, weil ein heimwehkranker Soldat beim Bau des Alaska Hwy ein Schild von seinem Heimatort aufgestellt hat...

Die Menschen auf die wir treffen sind durchweg freundlich und interessieren sich fuer uns und unsere Plaene. Ob beim Tankstopp, bei einer kurzen Rast und beim abendlichen Lagerfeuer. Egal ob Einheimische oder Reisende, oft genug faellt es schwer ein Ende beim Kloenschnack zu finden. Unterwegs bekamen wir den Tipp auf jeden Fall am Samstag in Fort Nelson ins ELKS zu gehen und ein Steak zu geniessen. Die Erfahrung hat gezeigt, dass man auf solche Empfehlungen gerne hoeren kann.
Neu war die Zahlmethode: Das Steak wird bar in der Kueche bezahlt, fuer die Getraenke hinterlegt man seine Kreditkarte am Tresen, die kommt dann mit Namenszettel ins Glas zur Verwahrung.

In Whitehorse hoeren wir von Flo und Micha, zwei anderen Motorradreisenden aus Deutschland, die wir dann auch wenig spaeter treffen. Sie warten auf einen neuen Kettensatz.

Wir nutzen unseren Aufenthalt in Whitehorse um die Hinterreifen zu tauschen. Kein billiges Vergnuegen, aber so sind wir wieder geruestet. Ausserdem sind die teils lehmigen Pisten bei Naesse glatt wie Schmierseife.
Bei der Gelegenheit bekommen Motorrad und Stiefel gleich mal eine Reinigung...
Wahrend die Susi's neue Puschen bekommen nutzt Mireille die Zeit zur Suche nach Alternativfahrzeugen...Wir fragen uns allerdings, wer hier sowas kauft...
Der Yukon River
Downtown Whitehorse

On our way to the ALASKA HIGHWAY (21.05.2009)

Das Wetter ist deutlich besser geworden und wir lassen uns auch nicht von Nachtemperaturen um den Gefrierpunkt abschrecken - dieser Campground ist einfach zu reizvoll gelegen. Da sonst keiner auftaucht haben wir das ganze Gelände für uns... Im Sommer soll dieser Platz regelmässig ausgebucht sein- verständlich.
Endlich hat mal einer stillgehalten...
Auf 3 KM keine Bären zu erwarten
Hudson Hope International Airport

Strom wird in Kanada viel aus Wasserkraft gewonnen. Das W.A.C. Bennett Dam ist das leistungsstärkste Wasserkraftwerk im Westen des Landes. Während der Führung durch das Kraftwerk war das fotografieren nicht erlaubt - was es nicht weniger beindruckend gemacht hat.

Taste like Spring (19.05.2009)

...so die Werbung dieses Restaurant. Das Wetter richtet sich irgendwie nicht danach..Schneeregen und Temreraturen um den Gefrierpunkt lassen uns pausieren.
Wir nutzen die Zeit um unsere Vorräte auf den kargen Norden einzustellen..

Snow Warning (18.05.2009)

Der morgendliche Blick auf den Wetterbericht ergibt eine Schneewarnung für die vorgesehene Strecke. Die angekündigten 20-25 cm Schnee auf Schotterpiste veranlassen uns die Route zu ändern und uns Richtung Westen zu wenden. Belohnt werden wir mit 3 Elchen und 3 Schwarzbären, die wir direkt am Highway 16 beobachten durften. Für Fotos sind wir zu langsam...

Amazing Rockies (17.05.2009)

Auf Fotos kaum festzuhalten, die unglaubliche Landschaft.
noch sind nicht alle Wasserfälle frei vom Eis
In wenigen Wochen wird der See diese Fläche wieder erobert haben.
Einige Trails sind noch etwas schwer zu laufen. Dafür ist man hier fast alleine - nur ein paar Skifahrer treiben sich hier noch rum...
Lunchbreak- frische Luft macht hungrig..

Entering Bear's Land (15.05.2009)

Die Rockies kommen in Sicht; gewaltig und mit schneebedeckten Gipfeln erscheinen sie plötzlich am Horizont. Wie ein Magnet ziehen sie uns an und da das Wetter mitspielt, entscheiden wir heute weiter zu fahren als wir ursprünglich geplant hatten.
In der Höhe lag der Schnee leider nicht nur auf den Gipfeln...
Schon kurz nach der Zufahrt zum Banff National Park warnt ein Schild vor Bären; wenig später endeckt Mireille einen, während mein Visier wohl gerade zugeschneit war...

Ducktape (14.05.2009)

Eigentlich haben wir unser aus Deutschland mitgebrachtes Gewebeklebeband nur gegen kanadisches Ducktape getauscht, weil die Rolle kleiner ist und wir Platz sparen wollten. Als Andreas meinte, Ducktape wird hier für alles verwendet wussten wir noch noch nicht, was er meinte - aber jetzt....
Blick aus dem Fenster am Morgen...

Wind Chill (13.05.2009)

Der Wetterkanal im TV verheisst nichts Gutes. Zwar ist der Wind ein wenig abgeflaut, aber die Temperatur ist mit gefallen. Um 8:20 Uhr morgens sind es noch -4 Grad - Wind Chill minus 13... Immerhin - der kälteste 13. Mai seit 1959... von global warming nichts zu spüren...

Aber was soll's, so kommen dann nun endlich die beheizbaren Handschuhe zum Einsatz. Zum Glück bleibt es trocken.

"That's fun.... (12.05.2009)

....."just arrived with my plane - was a rough ride", so ein Pilot, den wir bei der Cafepause trafen. Die Menschen hier scheint nichts aus der Ruhe zu bringen. Wir entscheiden uns angesichts der links und rechts der Strasse zuckenden Blitze für heute die Strecke zu verkürzen. Der Wind bläst zudem mit 60km/h böig von rechts und droht uns ein ums andere Mal auf die Gegenfahrbahn zu pusten.

Hey Guys - where are you from ? (11.05.2009)

Unzählige Male hören wir diese freundlich gemeinten Worte: beim Tankstop, bei der Essenspause, an der Ampel. Selbst als uns eine ins Auge geratene Fliege veranlasste mitten am Highway anzuhalten hielt ein PKW und der Fahrer fragte woher wir kommen.

Bei einem kurzen Tankstopp in Wadena wurden wir gar gebeten uns bei der lokalen Presse zu melden. Erst nach dem Eintrag im Gästebuch und einem kurzen "Interview" konnten wir unseren Weg fortsetzen.
Eine ungewollte Abkürzung entpuppt sich als abwechslungsreiche Schotterpiste
Saskatchewans Strassen bieten ansonsten das gleiche Bild wie die Manitobas - endlos geradeaus. Einziger Unterschied: In Saskatchewan gibt es Hügel...

Auf geht's ! (10.05.2009)

Heute gings nun los, wir haben Selkirk verlassen. Zwei Wochen durten wir bei Birte und Andreas zu Gast sein und haben Gelegenheit gehabt, viel von Manitoba zu sehen. Die Zeit haben wir sehr genossen und dennoch haben wir auf das Angebot von Andreas als Begleitfahrer zu helfen verzichtet - zumindest mit diesem "Servicetruck"
Heute heisst es "Goodbye Winnipeg"
Der Weg führt uns vorbei am Lake Manitoba. Trotz mittlerweile gut 15 Grad treiben auf dem See Eisschollen
Durchaus üblich ist es in Canada nicht mehr benötigtes Equipment an die Grundstücksgrenze zu stellen und ein Schild "For sale" dranzutüddeln. Egal ob Auto, Trecker, Quad oder Rasenmäher- alles wird auf diese Art angeboten
Dabei findet nicht alles einen neuen Besitzer....

Iceland ? (09.05.2009)

Eigentlich dachten wir in Canada gelandet zu sein, aber wenn man in die Gegend noerdlich von Selkirk faehrt kann man den Eindruck bekommen auf Island zu sein. In Gimli und auf Hecla Island befindet sich die groesste islaendische Siedlung ausserhalb Islands...
Bevor "Iceland" hier noch weiter Programm ist (heute morgen hat's geschneit)...
Blick aus dem Fenster... ....am Morgen. Da faellt das packen nicht leicht.

...kehren wir morgen Selkirk bei Winnipeg den Ruecken und starten gen Nordwest. Zum "Abschied" ein paar Bilder dieser schoenen Gegend, die uns Andreas so nahe gebracht hat:
Oak Hammok Marsch, ein auf privater Iniative errichtetes Vogelparadies
Spirit Sands...
...das letzte verbliebene Stueck einer ehemals..
..grossen Wueste.
Maechtige Voegel in der Luft....
und Schoenheiten am Boden.
Eine typischer Hof in der Gegend. Da..
...koennte man glatt zum Farmer werden.
Ein Stueck der Berliner Mauer findet sich ueberall.
Austeigen - nur um Geld zu holen ? Bei bis zu -40 Grad wohl eher verstaendlich.
Winnipeg Skyline. Der Red River mit Hochwasser.

The Provicial Parks (05.05.2009)

In der Naehe von Winnipeg liegen einige Provicial Parks in denen es viel zu entdecken gibt. Der Begriff "Naehe" muss allerdings relativiert werden; nach kanadischen Verhaeltnissen sind das schon mal 3 Stunden Fahrt (oneway)...

Friendly Manitoba (02.05.2009)

Das ist das offizielle Nummernschild
…ist die erste Station auf unserer Reise. In Winnipeg haben wir bei Birte und Andreas einige Tage Gelegenheit Abstand zum Alltag in Deutschland zu bekommen und uns von den letzten Vorbereitungen in Deutschland ein wenig zu erholen :-)

Unsere Vorstellung von Kanada waren Berge, Seen und Bären, aber Manitoba ist flach und weit mit Strassen bis zum Horizont – immer gerade aus. Im oertlichen Radiosender wird Country gespielt und auch sonst ist die Umgebung von Landwirtschaft gepraegt.
Schon auf den ersten Blick wird klar: Hier gibt es alles – nur deutlich groesser; Autos, Felder, Eisenbahnen und Lebensmittelverpackungen im Supermarkt. In Deutschland wuerde man wohl des hamsterns bezichtigt werden beim Einkauf solcher Mengen.
Die letzten Schneefelder sind erst vor einigen Tagen abgetaut und der Red River fuehrt deutliches Hochwasser, so sind einige Strassen direkt am Fluss gesperrt und Sandsacke schuetzen die Haeuser. Aber der Fruehling ist da, dass bestaetigen auch die ersten Pelikane (mit denen wir hier nicht gerechnet haben).
Bei fruehlingshaften 4-10 Grad erkunden wir Winnipeg und Umgebung und erleben die ersten Abenteuer:

Urlaub am Strand (war noch etwas frostig)
Abenteuer in der Praerie (oder im Museum in Winnipeg)
Unsere ersten Trails
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